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Erfahrung schon seit 1983
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
KOMPARTIMENT-SYNDROM
Kompartiment-Syndrome
Unter einem
Kompartiment versteht man einen präformierten (=
vorgeformten), von Bändern, Faszien, einer Kapsel oder von
Knochen
begrenzten Spaltraum.
Das Kompartiment-Syndrom wird auch als Kompartement-
oder Log
en-Synd rom
bezeichnet.
Nach Verletzungen, insbes.
Knochen
brüchen, oder Entzündungen
(z.B.
Sehnenscheidenentzündungen), aber auch iatrogen (= durch
ärztliche Einwirkung im Rahmen von Diagnostik oder Therapie entstanden),
kommt es lokal (= örtlich) begrenzt in dem
zugehörigen Kompar tement zu
Flüssigkeitsansammlungen, z.B. als Exsudat (= im Rahmen einer
Entzündung aus den Gefäßen ausgetretene Flüssigkeit) oder auch Ödem
(= Ansammlung von aus dem Gefäßsystem ausgetretener seröser
Flüssigkeit), mit der Folge, daß der örtliche Druck ansteigt und es
so zu einer Gefäß- und
Nervenkompression kommt, verbunden mit örtlichen
Durchblutungsstörungen
und
Nervenschmerzen.
Therapie bei einem Kompartiment-Syndrom:
Primär natürlich chirurgische Dekompression (Druckentlastung),
z.B. durch Fasziotomie (= Spaltung der bindegewebigen Hülle).
Leider gibt es aber gar nicht so selten Fälle, bei denen
weiterhin
Schmerzen bestehen, so daß eine
spezielle Schmerztherapie
notwendig wird.
Sehr bewährt hat sich bei einem Kompartiment-Syndrom die therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel)
in Form von wiederholten, engmaschigen Infiltrationen und Nervenblockade n,
im unteren Körperbereich evtl. rückenmarknahe Blockaden, in hartnäckigen
Fällen optimal kontinuierlich mit Katheter. Ein nicht zu unterschätzender
Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, daß neben der erwünschten Hemmung der
Nozizeption (= Schmerzreizleitung),
sozusagen als Nebeneffekt, auch vegetative Nervenfasern
(= unwillkürliches Nervensystem)
mit einbezogen sind. Die daraus
resultierende sympathikolytische (=
gefäßerweiternde) Wirkung führt zu einer
sehr deutlichen Mehrdurchblutung, die u.a. auch einem kompressionsbedingt gestörten Nervenzellmetabolismus (= Stoffwechsel
der Nervenzelle) kausal
(= ursächlich) entgegenwirkt.
Typische Kompartiment-Syndrome (eine Auswahl -
ausführlichere Informationen erhalten Sie, wenn Sie den jeweiligen, blau
unterlegten Begriff anklicken):
-
Supinatortunnel-Syndrom
- Bei diesem Kompartiment-Syndrom klagen die
betroffenen
Patienten
über einen "Tiefenschmerz" im Bereich
des mittleren dorsalen (= rückseitigen)
Unterarm
s, der sich bei Druck auf den Supinator-
Muskel
verstärkt. Zunächst ist die Auswärtsdrehung der Hand erschwert. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer zunehmenden Streckschwäche des 5. Fingers im Grund
gelenk,
später auch des
Daumen
s
und der übrigen
Finger,
schließlich eine völlige Lähmung der entsprechenden Streck
muskeln.
-
Karpaltunnel-Syndrom -
Typisch sind nächtlich betonte
Schmerzen,
in vielen Fällen sogar beiderseits. Es besteht ein
Brennschmerz
in der (mehr mittleren)
Hand
und des angrenzenden
Unterarm
es, vor allem bei Dorsalflexion
(= Überstreckung der
Han
d).
Die
Schmerzen
können bis zur
Schulter
ausstrahlen. Je nach Ausmaß der Störung treten
Hypästhesien
- und Parästhesien
(= herabgesetzte Empfindung und Mißempfindungen), auch
Nachlassen der
Muskel
kraft, Kältegefühl und Hyperhidrose
(=
übermäßige Schweißbildung), später auch Atrophie
(= Gewebsschwund) der
Daumen
ballen
muskulatur
(Abduktor-Opponens-Atrophie) hinzu.
-
Tibialis-Log
en-Syndrom - Dieses Kompartiment-Syndrom
(vorderes) bzw.
Kompressionssyndrom geht mit
Unterschenkelschmerzen
an der
Schienbein
vorderseite einher, verursacht durch eine
Nervenkompression in der Tibialisl
oge
(= die sog. Streckerlo
ge, ein Raum mit geringer Ausdehnungsmöglichkeit).
Am Unterschenkel kann auch ein sog.
laterales oder auch
hinteres Kompartiment-Syndrom
auftreten.
-
Tarsaltunnel-Syndrom -
Beim hinteren
Tarsaltunnelsyndrom
kommt es zu
Fußschmerzen und
Parästhesien
(=
Mißempfindungen) im
Bereich der (eher hinteren)
Fußsohle,
vor allem beim Gehen und nachts, während das vordere
Tarsaltunnelsyndrom
mit
Schmerzen am
Fußrücken einhergeht.
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der
Web-Seite der Bundesregierung
mit, dass
alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen
Krankenkasse einen
Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre
REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen
Brief
des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als
Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.
Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von
Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR
2071/05 und
Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).

Die Klinik im Film
- Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über
Schmerzbehandlungen
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Aktualisiert: >07.05.2009</> kusb&
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Impressum
www.Kompartiment-Syndrom.de <<strong>hinteres
Kompartiment-Syndrom</strong>, <strong>vorderes Kompartiment-Syndrom</strong>,
<strong>laterales Kompartiment-Syndrom</strong>, <strong>Kompartiment-Syndrome</strong>
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